Digitalisierung

Kulturgüter zu Digitalisieren,

um sie einer breiten Öffentlichkeit und der Forschung einfacher zugänglich zu machen, denken wir seit Firmengründung als integralen Teil von Bestanderhaltungsstrategien. Zunächst mit dem Fokus auf einzelne Restaurierungsprojekte, ist die digitale Mengenverarbeitung von Archiv- und Bibliotheksbeständen mittlerweile zu einem eigenständigen Bereich der PAL gewachsen, der natürlich auch von unserer konservatorischen Kompetenz profitiert: Vom fachgerechten Verpacken und Transport bis zum sensiblen Umgang mit höchstfragilen Objekten während des Digitalisierungsprozesses.

Neben unserer Erfahrung
in der Bestanderhaltung bieten wir Aufnahmeplätze, die den europäischen und amerikanischen Digitalisierungsstandards entsprechen. Wir digitalisieren zumeist nach den Empfehlungen der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Unser Kamerasystem kann jedoch auch problemlos nach den Richtlinien des Netherlands‘ national programme for the preservation of paper heritage (Metamorfoze) und der Federal Agencies Digital Guidlines Initiative (FADGI) kalibriert werden. So garantieren wir höchste Farb- und Abbildungstreue.
Unsere teilautomatischen Buchwippen sind andruckkompensiert. Die auf ein Objekt einwirkende Belastung wird damit – abhängig von der individuellen Materialbeschaffenheit – genau begrenzt. So minimieren wir das Risiko einer mechanischen Überbeanspruchung des Materials beim Digitalisierungsprozess. Zusätzlich nutzen wir Unterdrucktische sowie aufschlagwinkelbegrenzende Montagen, die Aufnahmen ohne Krafteinwirkung auf Buchblöcke oder empfindliche Objekte erlauben.

Bei der Mengendigitalisierung eines Bestandes
können Datenmengen im Terabyte-Bereich entstehen. Diese werden automatisch verarbeitet und auf Fehlerfreiheit hin überprüft. Unsere Experten passen die Datensätze für jeden Kunden individuell an, damit sie sich nahtlos in dessen IT-System einfügen. Ein Digitalisat ist ohne die betreffenden Informationen wie Titel oder Signatur der Vorlage – die Metadaten also – nicht verwendbar. Deswegen hört unser Auftrag mit dem Fotografieren des Originals nicht auf. Wir erstellen zugehörig Metadaten-Kataloge gemäß der empfohlenen Formate der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), die als Quasi-Standard eine breite Nutzbarkeit garantieren.
Neben hochwertigen Aufnahmen und passgenauen IT-Lösungen sind wir ebenso in der Lage, sehr gute OCR-Erkennungsraten bei Frakturschriften aus fast jeder gewünschten Epoche zu realisieren. Wir nutzen dafür unter anderem ein millionenfach trainiertes künstliches neuronales Netz durch welches eine exzellente Genauigkeit bei der Texterkennung erreicht werden kann. Die Ergebnisdaten liefern wir beispielsweise in den Formaten ALTO-XML oder hOCR, in denen der erkannte Text dem Digitalisat zugeordnet ist. Das ermöglicht eine maschinelle Durchsuchbarkeit der Dokumente – etwa zu Recherche oder Forschungszwecken.

Unsere Digitalisierungarbeitsplätze
sind via 10Gbit-Glasfaser-LAN mit leistungsfähigen NAS- und DAS-Speicherlösungen verbunden. Somit erzielen wir neben einem hohen Volumen auch maximale Geschwindigkeiten bei der Datenverarbeitung. Backups realisieren wir auf LTO-7 Magnetbandspeichermedien mit nachgewiesener 30-jähriger Lesbarkeit.
Wir beraten unsere Kunden bei Bedarf zudem bei der Wahl von zukunftsfähigen Dateiformaten und Speichersystemen vor Ort. Doch zu Ende ist für uns ein Auftrag erst, wenn die Originale wieder wohlbehalten im Regal des Kunden stehen.

Lassen Sie sich von uns beraten!